Flow the Collection · 14. Mai 2026
Das Wort sagt es schon: Kulissen. In einer Heckenlandschaft stehen Wallhecken und Gehölze wie Schirme hintereinander, sodass sich das Land erst öffnet, sobald du weitergehst. Um Ootmarsum ist diese Landschaft noch gut erhalten, und Wandern wird dort fast von selbst zu einem Spiel des Schauens.
Geschaffen von Menschen und Zeit
Die Wallhecken sind nicht zufällig entstanden. Bauern legten sie vor Jahrhunderten als Grenze zwischen Parzellen und als Holzquelle an. Die höheren, runden Äcker heißen Esche; die tiefer gelegenen, feuchten Teile bilden die Bachtäler. Zusammen geben sie dem Land seinen Rhythmus von offen und geschlossen.
Schichten, die sich öffnen
Gehst du über den Stauwall, etwa vom Kuiperberg, siehst du die Schichten am deutlichsten: nah scharf, weiter weg immer weicher, bis alles in einem blauen Rand verschwimmt. Bei flachem Licht, früh oder spät am Tag, stehen die Wallhecken als dunkle Streifen vor dem goldenen Land.
Die Stimme des Wassers
Zwischen den Hecken fließen die Bäche: der Mosbeek, der Springendalsebeek, der Hazelbekke. Sie entspringen klaren Quellen und halten die Täler kühl und grün. Wer still steht, hört das Wasser ununterbrochen, ein Geräusch, das im flachen Teil der Niederlande selten ist.
Es zu Fuß erleben
Diese Landschaft verlangt langsames Gehen. Nimm eine Route, die über Sandwege durch die Hecken führt, halte an jedem Ausblick inne, der sich öffnet, und lass dein Tempo auf das des Landes selbst sinken. Von einem Hotel in Ootmarsum hast du die Heckenlandschaft buchstäblich vor der Tür.
Willst du sofort los, beginne mit dem Klassiker über den Kuiperberg ins Springendal: die Route, die das Spiel der Kulissen und Quellen am schönsten zeigt.





